Erfolgsfälle in der Neuraltherapie

01: Nächtliche Hustenanfälle
02: Posttraumatische Belastungsstörung
03: Chronische Licht-Dermatitis, Neurodermitis
04: Rheumatoide Arthritis
05: Chronischer Erkältungskopfschmerz
06: Plantar-Fasciitis (Entzündung der Fußsohlen- Sehnenplatte)
07: Bronchialasthma
08: Depressionen
09: Bandscheibenvorfall L4/5, störfeldbedingt
10: Chronische Mandelentzündung
11: Chronische Urticaria


01

Nächtliche Hustenanfälle 

Es suchte mich A. St. auf, eine 33-jährige Mutter zweier kleiner Kinder:
seit 2 ½ Jahren abendlicher und krampfartige Hustenanfälle mit daraus resultie-
render Schlaflosigkeit und große Erschöpfung. Behandlungsversuche seitens der
Hausärztin mit inhalativem Kortison und Codein. Bronchoskopie und Lungenszin-
tigraphie ohne Befund. Vorstellung in der Abt. für Klinisch Immunologie der Med.
Hochschule Hannover: null Ergebnis, von dort Weiterempfehlung in psychosoma-
tische Behandlung.


Die neuraltherapeutische Procain-Umflutung der morphologisch unauffälligen
Gaumenmandeln brachte bereits nach der 1. Behandlung eine deutliche Beschwer-
debesserung, diese Therapie wurde danach in wöchentlichen Abständen fort-
gesetzt, nach insgesamt 6 Behandlungen konnte die Behandlung beendet werden,
die Patientin war beschwerdefrei. 


Nach 6 Monaten erfolgte ein Rezidiv, die Wiederholung der Behandlung in etwa
4-wöchigen Abständen (3 Sitzungen) führte erneut zur völligen Beschwerdefreiheit.



Dr. H.-G. in HH-Blankenese




02
Posttraumatische Belastungsstörung, Hypertonus

Es suchte mich Frau E.B., 72 Jahre alt, mit der Diagnose „post-
traumatische Belastungsstörung“ auf.


Die Patientin hatte im März 2008 einen schweren Verkehrsunfall erlitten mit kom-
pliziertem Oberarmbruch und Unterarmbruch an Elle und Speiche rechts
sowie Verletzungen des Ulnaris- und des Radialis-Nerven. Die Verletzungen wa-
ren in einem Spezial-Unfallkrankenhaus operativ versorgt worden, die Patientin
war
mit reizlosen und in Abheilung befindlichen Wundverhältnissen entlassen wor-
den.


In den Wochen danach entwickelte sich eine schwere posttraumatische Belas-
tungsstörung mit anfallsartigen Unruhezuständen und Panikattacken tagsüber so-
wie nächtlichen Schlafstörungen. Die Patientin wurde deshalb über 4 Wochen
stationär psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelt, mit unbefriedigendem
Erfolg. Auch eine sechsmonatige ambulante Psychotherapie brachte keine Besse-
rung.
 

Eine neuraltherapeutische Infusionsbehandlung mit Procain über etwa 6 Wochen
führte zu einer zunehmenden Beschwerdefreiheit, die Patientin hat heute – über
eine fast 4-monatige Nachbeobachtungszeit – keine Panikattacken, keine Schlaf
störungen und keine Unruhezustände mehr. Ihre Stimmung ist positiv, zuversicht-
lich und ausgeglichen.
Als Nebenergebnis der Neuraltherapie zeigt sich, dass die Patientin ihre tägliche
Lisinopril-Einnahme zur Behandlung ihres Bluthochdrucks dauerhaft halbieren
konnte, bei zugleich unter der niedrigeren Dosierung deutlich besserer Blutdruck-
einstellung: die diastolischen Morgenwerte, die vordem oft an 100 heranreichen,
liegen jetzt regelmäßig bei 90 oder sogar darunter.
 


Dr. H.-G. in HH-Blankenese
 



03

Chronische Licht-Dermatitis, Neurodermitis 

Bereits im Jahr 2004 suchte mich Frau U.B., 33 Jahre alt, mit der Diagnose „chronische
Licht-Dermatitis“ auf, erstmals diagnostiziert an der Universitäts-Hautklinik Göttin-
gen. Zuvor lautete die Diagnose der Dermatologen meist „polymorphe Licht-Der-
matose“. Neurodermitis seit Kindertagen.

Wegen des „schweren Verbrennungsschmerzes“ bei jeglichem Lichtkontakt hatte
die Patientin die Zeit zwischen 1992-2000 bis auf die Nachtstunden fast nur im Zim-
mer verbracht. Ihr Hochschulstudium hatte sie frühzeitig abbrechen müssen, weil
der Besuch des Hörsaals mit entsprechender Belichtung nur unter großen Schmer-
zen möglich gewesen war. Einkäufe im Supermarkt waren unmöglich, Freunde
mussten es für die Patientin erledigen. Die Fenster hatte sie mit aufgeschnittenen
schwarzen Mülltüten verklebt.
 

In den 2 Jahren vor Beginn der neuraltherapeutischen Behandlung unbeabsichtigte
starke Gewichtabnahme bei gleichzeitigem Heißhunger, teilweise bis unter 50 kg
bei 170 cm Körpergröße. Keine Medikamenteneinnahme, Hautpflege nur mit Nivea.


Befund: hochrote, heiße, rissig-rauhe Haut, besonders im Gesichts-, Dekolleté-
und Fußbereich. 


Es erfolgte die übliche neuraltherapeutische Störfeldsuche, insbesondere die Pro-
cain-Unterspritzung aller Hautnarben, der 3 Tonsillen, einer sekundär verheilten
Narbe der linken Hand, Plexus Frankenhäuser (kleines Becken), Störtestung Na-sennebenhöhlen, Störtestung Nabel und sämtlicher Zähne etc., Ganglion-
coeliacum-Umflutung mit Procain zur Störfeldtherapie des Gastrointestinaltraktes
und der Leber.


Nach 6-monatiger Behandlung wurde auf Wunsch der Patientin das Behandlungs-
intervall auf 2x im Monat reduziert, schließlich 1x monatlich.


Im Januar 2005 erklärt die Patientin, ihre Beschwerden seien um 80% zurückge-
gangen, insbesondere ihr schlimmstes Symptom, nämlich die schweren Haut-
schmerzen wie bei einem schweren Sonnenbrand oder wie bei einem Säureatten-
tat, seien weitgehend verschwunden, Körpergewicht jetzt 64 kg.


Beendigung der Behandlung im Frühjahr 2005 auf Wunsch der Patientin, die eine
Homöopathie-Behandlung bei einer Heilpraktikerin anschließen und erneut ein
Studium aufnehmen möchte.


Im November 2008 erscheint die Patientin erneut, mit einem schweren Rezidiv
ihrer Licht-Dermatitis, Gewichtsverlust auf 52 kg, ihr Studium habe sie im Sommer
2007 deshalb abbrechen müssen.


Diesmal wird das Behandlungskonzept verändert, aufgrund von Beobachtungen
während des vorangegangen Behandlungszeitraumes erfolgt eine Beschränkung
auf die systemische Anwendung von Procain in Form von Infusionen, zunächst 2x
wöchentlich, dann wöchentlich. Nach 22 Infusionen haben sich die entzündlichen
Hautbefunde weitgehend zurückgebildet, die Patientin kann bei Tageslicht Einkäufe
machen und hat ihr Studium wieder aufgenommen.

Von April bis Juli 2009 erfolgen weitere 12 Infusionen, die Patientin stabilisiert sich
und geht in der Sonne an der Ostsee spazieren. 


Über den Wirkungsmechanismus dieses Therapieerfolges einer parenteralen Pro-
cain-Behandlung herrscht Unklarheit. Möglicherweise erklärt er sich durch eine
impulsmodulierende Wirkung durch die hohe Procainanflutung am limbischen Sys-
tem des Gehirns.



Dr. H.-G. in HH-Blankenese.



04
Rheumatoide Arthritis
 

Im Mai 2014 suchte mich Frau W.D., 69 Jahre alt, auf wegen einer "lupoiden sero-
negativen rheumatoiden Arthritis“ – so die Diagnose ihres Rheumatologen.


Die Beschwerden bestanden in Ruhe- und Bewegungsschmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, des rechten Schultergelenkes und des rechten Armes, beider
Handgelenke, der Wirbelsäule insgesamt, des rechten Hüftgelenkes, des rechten
Vorfußes und des rechten Großzehengrundgelenkes.

Labor: antinukleäre Antikörper positiv, BSG 20/40, CRP 6,5. 

Die Basistherapie mit Resochin seitens des Rheumatologen hatte die Patientin
wegen Nebenwirkungen am Auge abgesetzt.


Die Behandlung erfolgte in 17 neuraltherapeutischen Sitzungen, Schwerpunkt Stör-
feldsuche, unter Einbeziehung auch der großen vegetativen Ganglien, wie Gang-
lion stellatum, Ganglion coeliacum, Ganglion pyterygopalatinum, mit immer wieder
beachtlichen Teilerfolgen hinsichtlich der Schmerzen an Schulter, Hüftgelenk,
Vorfuß, aber ohne endgültige Schmerzfreiheit. 


Mitte November wurde die klassische neuraltherapeutische Behandlung be-
endet, es begann eine Infusionstherapie mit Procain und Natriumbicarbonat in et-
wa 4-wöchigen Abständen. Nach der 3. Infusion war die Patientin beschwerdefrei,
zugleich zunehmend beweglicher in allen Gelenken. Die Infusionstherapie wird in 4
-wöchigen Abständen fortgeführt bis heute, die Patientin freut sich über eine posi-
tive Stimmungslage, geht 2x pro Woche zum Sport, vorwiegend an Geräten, und
gibt an: „bin ja wie umgewandelt.“
BSG zuletzt 10/20, CRP 6,0.

Dr. H.-G. in HH-Blankenese



05
Chronischer Erkältungskopfschmerz

Frau H. B., damals 48 Jahre alt, sucht die Praxis am 30.5.1997 auf wegen bislang
bei behandlungsresistenter mehrwöchiger schwerster Kopfschmerzen, offenbar in Zusammenhang mit abgelaufenen Infekten des Nasen-Rachenraums. Auch der
HNO-Arzt konnte ihr nicht helfen.

Aus der Anamnese ergaben sich multiple Überlastungen sowohl körperlich – die
Patientin arbeitete als Krankenschwester – wie auch seelisch, die Patientin befand
sich in einem Ehescheidungsverfahren. Gehäufte Mandelentzündungen in der Vor-
geschichte.
 

Die Procain-Umflutung beider Gaumenmandeln sowie der Schilddrüse führte be-
reits durch die erste Behandlung zum Verschwinden des Kopfschmerzes, quasi
über Nacht.

Weitere Behandlungssitzungen waren nicht erforderlich, die Patientin blieb be-
schwerdefrei.

Telefonische Nachfragen 5 Monate sowie 5 Jahre später ergaben, dass ein sol-
cher Kopfschmerz – abgesehen von völlig andersartigen Kater-Kopfschmerzen –
seit der Behandlung nie wieder aufgetreten ist.

Dr. H.-G. in HH-Blankenese



06
Plantar-Fasciitis  (Entzündung der Fußsohlen-
Sehnenplatte)

Herr St. E., geb. 1962, erscheint mit der Zuweisungsdiagnose
„Plantar-Fasciitis rechts“.
Vorgeschichte: zunehmende Schmerzen im rechten Fuß-
gewölbe, der Patient kann nicht mehr zum Sport gehen, muß Spaziergänge wegen Schmerzattacken abbrechen. Erfolglose Krankengymnastik- und Einlagenverord-
nungen zunächst durch den Hausarzt, dann Besuch verschiedener Fachorthopä-
den, zuletzt eines ausgewiesenen Fußchirurgen.
Dort erstmals kompetente Einla-
gen-Verordnung, die aber nur wenig lindern. 2x Kortison-Injektionen an den Seh-
nenansatz der Plantarsehne rechts, ohne einen über wenige Tage hinausreichen-
den Erfolg.

Der Fußchirurg stutzt angesichts der aus der Anamnese deutlich werdenden Häu-
fung von Mandelentzündungen in den letzten Jahren und überweist mit der Bemer-
kung „Füße haben sehr oft etwas mit den Mandeln zu tun“ zur Neuraltherapie.

Die erste Behandlung des Patienten, dessen Gaumenmandeln klinisch unauffällig
sind, beschränkt sich auf eine Procain-Umflutung der Mandeln. Danach keine
Veränderung der Fußschmerzen, aber ein Gefühl deutlich nachlassender Zugem-
pfindlichkeit im Halsbereich. Zwei weitere Behandlungssitzungen stabilisieren die-
ses Ergebnis: das Gefühl rezidivierender Halsentzündungen nach Wind oder Streß
ist verschwunden. Der Fußschmerz jedoch unverändert, ganz neu aufgetreten ist
ein extremes Völlegefühl des Bauches.

Daraufhin am 2. August Procain-Umflutung des Ganglion coeliacum rechts und
links sowie des Bauchnabels und Anlegen eines sog. „großen Bauchkranzes“
(Quaddel-Behandlung im Segment).
Am Abend dieses Behandlungstages empfindet
der Patient ein "immenses Brennen" an beiden Füßen, kann nicht mehr gehen, das
„schmerzvolle Implosionsgefühl“ an den Füßen – so der Patient – ebbt langsam ab
und 4 Tage danach geht er zum ersten Mal nach über 1 Jahr wieder zum Sport.

Dr. H.-G. in HH-Blankenese




07
Bronchialasthma

Frau S. L., 38 Jahre alt, konsultierte mich am 2. Juni 2002 wegen eines Bronchial-
asthmas: in den Abendstunden vermehrte Sekretion aus den Nasennebenhöhlen,
Niesanfälle, „dicke Augen“, Husten. Medikation: Allergospasmin-Dosieraerosol
abends und nachts. Gehäufte Nasennebenhöhlenentzündungen in der Vorge-
schichte. Lungenentzündung mit 15.
Die Behandlung der Patientin begann – nach routinemäßiger Kopf- bis Fuß- Durch-
untersuchung – mit der Procain-Umflutung ihrer klinisch unauffälligen Gaumen-
mandeln, ihrer Schilddrüse, sowie Umflutung des Ganglion pyterygopalatinum und
des Nervus infraorbitalis beidseits und einer Eigenblutbehandlung (1,5 ml , keine
Zusätze).

Nach 1 Woche erfolgte dieselbe Behandlung, nach einer weiteren Woche erklärte
die Patientin, ihr Bronchialasthma sei „weg“.

Weitere 4 identische Behandlungen zum Zwecke der Stabilisierung des Behand-
lungserfolges fanden in 2-4-wöchigen Intervallen statt, letzte Behandlung 22. Okto-
ber 2002. Danach noch einmal 8 sowie dann 10 Monate später wegen Heuschnup-
fens leichteren Grades. Patientenkontakt per Telefon zuletzt am 2. Dezember 2008:
kein Asthma mehr.

Dr. H.-G. in HH
5.8.2009



08

Depressionen


Es erscheint Frau C. St., 81 Jahre alt, mit der Krankheitsbeschwer-
de „Depressionen“. Eine körperlich wie geistig rüstige Dame, jahrzehntelang allein
lebend, deren Hund vor 5 Monaten gestorben ist, ein Ereignis, welches sie seit 5
Monaten in tiefste Depressionen versetzt habe. Anamnestisch vorher nie an De-
pressionen oder auch nur an depressiven Verstimmungszuständen gelitten.

Der allgemeine schwere körperliche Erschöpfungszustand führte zu einer internis-
tischen Durchuntersuchung, keinerlei krankhafte Befunde. Die Hausärztin ver-
schrieb das Antidepressivum Citalopram 20,das wegen Kopfschmerzen, Schwin-
del und Übelkeit wieder abgesetzt werden musste.

Nach 8 Infusionen mit Procain und Natriumbicarbonat in individuell angepasster
Dosierung, 2x wöchentlich, gab die Patientin an: ihre Stimmung sei wieder ausge-
glichen wie früher. Sie müsse sich nicht nach dem Aufstehen wieder hinlegen,
fühle sich nicht mehr wie zerschlagen, habe keine Angst mehr vor dem Alleinsein,
wache nicht mehr gegen drei Uhr auf, schlafe harmonisch wieder bis sieben Uhr,
sei wieder „zukunftsfroh“.  

Dr. H.-G. in HH-Blankenese



09
Bandscheibenvorfall L4/5, störfeldbedingt

Frau U.L., 35 Jahre alt, erscheint wegen, so schreibt sie, „Rückenschmerzen in
LWS, Schmerzen im rechten Unterschenkel/Fuß mit mass. Gehbeeinträchtigung + Fehlsensationen“. Die Patientin ist verheiratet, berufstätig, hat 2 Kinder im Grund-
schulalter, geht normalerweise mehrfach wöchentlich 1 Stunde lang joggen.

Die fachorthopädische Diagnose lautete „therapieresistente Gleitfähigkeitsstörung
in Kombination mit einem Kompressionssyndrom der Nervenwurzel L5 bei rechts
mediolateralem Vorfall L4/5“, die radiologische Diagnose hieß: „Rechtsseitiger pa-
ramedianer Bandscheibenvorfall in Höhe von L4/5“. 4-monatelange Therapie in ei-
nem innerstädtischen „Rückenzentrum“ erfolglos, dem empfohlenen chirurgischen
Eingriff mochte die Patientin sich noch nicht stellen.

Die neuraltherapeutische Behandlung wurde eingeleitet mit Procain-Umflutungen
der Kreuzdarmbeingelenke, des Plexus uterovaginalis und Unterspritzung der 6
Jahre alten Sektio-Narbe. 1 Woche nach dieser ersten Maßnahme kann die Pati-
entin wieder auf dem Rücken liegen, Nachtschlaf sehr verbessert, kurze, bislang
schmerzhafte Gänge im Haus jetzt schmerzfrei, Beinschmerz und Fußtaubheit
rechts rückläufig.

Es folgen 4 neuraltherapeutische Sitzungen in wöchentlichen Abständen (Procain-
Umflutung des lumbalen Grenzstranges, des Plexus uterovaginalis, Unterspritzung
der Sektio-Narbe). Danach weitgehende Beschwerdefreiheit im LWS-Bereich wie
im rechten Bein, aber immer noch Beschwerden beim Zurücklegen langer Geh-
strecken.

Weitere 3 neuraltherapeutische Sitzungen wie geschildert, in etwa 2-4 wöchentli-
chen Abständen, zusätzlich jetzt Infusionen mit Procain und Natriumbicarbonat in
individuell angepassten Dosierungen, 2x wöchentlich, über 2 Monate. Seitdem ist
die Patientin beschwerdefrei, Joggen wieder wie früher,  letzte Bestätigung der Re-
zidivfreiheit 12 Monate nach Therapieende.

Im Zusammenhang mit der starken Schmerzhaftigkeit ihrer Rücken- und Beinbe-
schwerden hatte die Patientin ihre monatliche Regelblutung verloren, gegen Ende
der neuraltherapeutischen Behandlung setzte diese, als Ausdruck der vegetativen Reharmonisierung der Patientin, wieder ein wie früher.   

 

Dr. H.-G. in HH



10
Chronische Mandelentzündung



Herr R.Sch., 41 Jahre alt, erscheint wegen, wie er aufschreibt, „chronisch ge-
schwollener Mandeln“. Er habe in den letzten 31/2 Monaten deswegen an insge-
samt 40 Tagen 4 verschiedene Antibiotika eingenommen, dazu Tantum verde und
Tonsiotren, alles ohne Erfolg. Jetzt sei eine Tonsillektomie vorgesehen.

Ein Allergietest habe multiple Allergien ergeben: Federn, Gräser, Hasel, Birke,
Hunde-, Katzen- Pferdehaare sowie Pilze. Neben-Diagnose: Hypertonie, deshalb
Behandlung mit Betablockern.

Die Behandlung der chronischen Tonsillitis bei Herrn R. Sch. erfolgte durch Umflu-
tung der Gaumentonsillen mit Procain 1%. Nach der ersten Behandlung waren die Schluckbeschwerden deutlich rückläufig, nach zwei weiteren Behandlungssitzung-
en im Abstand von je 1 Woche war und blieb der Patient beschwerdefrei. Die vor-
gesehene Tonsillektomie konnte vermieden werden.

Dr. H.-G. in HH-Blankenese





11
Chronische Urticaria



Frau U. R., 19 Jahre alt, gibt auf dem Aufnahmeblatt als Grund für ihr Erscheinen
an: „Nesselsucht, chronische Urticaria, Sinusitis“. (Derzeitige Medikation: Nystatin,
Klacid (Clarithromycin), Xusal, Aerius (Loratadin), Prednisolon oral und Berofanal Suspensionsgel (Nystatin zur Anwendung an der Mundhöhle). 


Die Hausärztin habe sie vor 4 Wochen in die „Sprechstunde Chronische Urticaria“
des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf überwiesen, mit unbefriedigendem
Ergebnis, dort sog. „Fokussuche“ mit dem Ergebnis: Rö. Thorax o.B., Sono Abdo-
men o.B., gynäkol./urol. Konsil o.B., Zahn-Status o.B., Sinusitis maxillaris, keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stuhl: Hefe- und Schimmelpilze, IGE erhöht.


Dem HNO-Rat, sich einer operativen Kieferhöhlensanierung zu unterziehen, moch-
te die Patientin nicht folgen. 


Anamnese: sei „stets allergisch gewesen“ (Tierhaare, Obstsäuren), Eiweißallergie,
mit 6 Jahren chirurgische Nabelkorrektur (aus kosmetischen Gründen). Seit 7 Mo-
naten extrem stark ausgeprägte Nesselsucht, tagelang anhaltend, an Stamm, Hän-
den, Armen, Beinen, Lippen, Größe der Elflorreszenzen bis 10cm im Durchmesser,
stark juckend.


Die routinemäßige Kopf- bis Fuß-Durchuntersuchung ergab eine unauffällige Nar-
be im Nabelbereich sowie eine ca. 5-Mark-Stück große Narbe an der Außenseite
des linken Oberschenkels (Verletzung im Alter von 10 Jahren). Nach Untersprit-
zung dieser beiden Narben mit Procain 1%ig bereits am Folgetag deutlicher Rück-
gang der Beschwerden: keine Rötung mehr, keine Schwellung, kein Juckreiz. Die
multiple Medikation konnte abgesetzt werden, lediglich morgens noch Antiallergikum
Telfast 30, 1x1 Tabl.

Mit einer weiteren Unterspritzung der genannten Narben nach 4 Wochen konnte die Beschwerdearmut erhalten, jedoch keine gänzliche Beschwerdefreiheit erreicht wer-
den. Deshalb zusätzlich neuraltherapeutische Behandlung der Kieferhöhlen (Procain-
Umflutung des Gln. pterygopalatinum bds., des N. Infraorbitalis bds. Und der Gaum-
enmandeln) insgesamt 10x, über 8 Monate verteilt, darunter weitere Besserung nach
und nach, Absetzen von Telfast, schließlich völlige Beschwerdefreiheit. Nachverlaufsbeobachtung leider unmöglich, da die Patientin ins Ausland verzogen ist.


Dr. H.-G. in HH-Blankenese
 





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